Freizeitangebote im Triestingtal
- Schloss Schönau: (www.schloss-schoenau.at): Das ursprüngliche Schloss wurde im 11. Jahr-hundert errichtet. Vom ursprünglichen Bau steht allerdings nichts mehr, bis auf die Mauerreste an der Außenseite des Obstgartens. Mit dem Erwerb des alten Wasserschlosses durch Baron Peter Braun im Jahre 1796 beginnt für Schönau eine Glanzzeit. Er war damals einer der reichsten Männer Österreichs und Hoftheatervizedirektor des Burgtheaters und der Oper. Braun wendete viel Geld für seinen Schönauer Besitz auf, er ließ auch einen Märchenpark errichten. Einst zählte der Park zu den schönsten in Österreich, heute ist er ein Naturdenkmal. Baron Braun war auch der Erbauer der Schönauer Spinnerei. Der östliche Parkteil kann durch das Löwentor, das an der B17 in Günselsdorf liegt, betreten werden, darin befindet sich auch der „Tempel der Nacht“, eine Grottenanlage, die Ende des 18. Jahrhunderts erbaut wurde.
- Schlosspark Schönau: 1796 als Staffagegarten angelegt und um 1900 als englischer Landschaftsgarten umgebaut, ist er in den letzten Jahrzehnten verwildert. Damit entwickelten sich ideale Rückzugsbereiche für die Tierwelt. Seltene und anspruchsvolle Tier- und Pflanzenarten zeugen von dieser Qualität (so brüten hier eine Dohlenkolonie, Wasseramsel, Schwarzstorch, alle Spechtarten, Biber, u.v.a.m.) Die Parkkulisse wird durch die Jahrhunderte alten (Zier-)Gehölze inmitten des aufkommenden natürlichen (Au-) Jungwaldes ganz besonders geprägt.
- Stadttheater Berndorf: gegenüber dem Rathaus 1897/98 ließ Arthur Krupp zum 50-Jahr-Jubiläum der Regierung Kaiser Franz Josef I. das Theater errichten, es wurde 1899 im Beisein des Kaisers eröffnet. Die Intention Krupps war „ein Theater für Arbeiter, welche die Überzeugung gewinnen sollen, dass nicht nur für ihr leibliches Wohl nach Möglichkeit gesorgt, sondern dass ihnen auch dasjenige Gebiet erschlossen wird, auf dem der Mensch erst zur Erkenntnis der Welt und seiner selbst gelangt: das Gebiet des geistigen und ästhetischen Genusses!“ Für die Architektur waren die berühmten Ringstraßen-Architekten Hermann Helmer und Ferdinand Fellner verantwortlich, wie auch für 48 andere Theater zwischen Hamburg und Odessa. Durch die vielfältig verschachtelten Baukörper, die aufwendig gestaffelten Giebel der Hauptfront, die gegliederten Erker und durch die Buntheit der Fresken wird dem Gebäude alles Schwere, Wuchtige genommen und das Ganze in das Spielerisch-Leichte, Grazile und Anmutige gehoben. Der Zuschauerraum des Theaters strahlt ob seines Rokoko-Ambientes unbeschwerte Lebensfreude aus. Seine Glanzzeiten erlebte das Theater vor dem ersten Weltkrieg. Mit den 1989 gestarteten Berndorfer Festspielen steht das Theater wieder in der Öffentlichkeit.
- Stilklassen Berndorf: Die beiden Schulen bei der Margaretenkirche wurden 1908/09 von Arthur Krupp erbaut. Diese Schulpaläste dürfen wahrlich als „kulturhistorische Unikate“ betrachtet werden. Die Klassenzimmer sind in zwölf verschiedenen Stilarten errichtet, so etwa wie zu Zeiten der alten Ägypter, im byzantinischen oder im romanischen Stil, nach Facon Ludwig XIV. oder auch im britischen Empirestil. Die Innenausstattung, die wohl zu den einzigartigsten der ganzen Welt gehört, ließ Arthur Krupp –seiner Vorstellung entsprechend – auf eigene Kosten gestalten. Diese Schulpaläste dürfen wahrlich als „kulturhistorische Unikate“ betrachtet werden. Nachdem hier immer noch unterrichtet wird, können Besichtigungen nur außerhalb der Schulzeiten gemacht werden. www.berndorf.gv.at/Sehenswert/Stilklassen.php
- Guglzipf/Berndorf: Mit dem Fahrrad von Berndorf-St.Veit und über Kleinfeld zu erreichen. Der Guglzipf ist nicht nur der Hausberg der Berndorfer, sondern auch ein Teil der Stadt. 1902 wurde dort eine Aussichtswarte und 1908 die Wald- und Jagdhütte errichtet, die auch als Unterkunft für Wachsoldaten während des ersten Weltkrieges diente. 1982 wurde die Waldhütte durch die Stadtgemeinde Berndorf erworben und im selben Jahr der „Verein Waldhütte Guglzipf“ gegründet. Knapp zehn Jahre später wurde der neue, 34 Meter hohe Aussichtsturm, die „Franz Bichler Warte“ errichtet. Heute kann man von dort seine Blicke genüsslich über die Stadt und das Tal schweifen lassen, an klaren Tagen bis in das Wiener Becken und zum Leithagebirge, ja sogar bis zu den kleinen Karpaten.
- Altes Herrenhaus der Tuchfabrik/Pottenstein: 1760 baute der Wiener Großhändler Melchior Steiner einen Eisenhammer zu einer Klingenfabrik mit Schleif- und Poliermühlen um; 1766 waren in der Fabrik 28 Arbeiter beschäftigt, pro Jahr wurden 12.000 Klingen produziert. 1778 kam ein Kupferhammer dazu, 1824 wurde ein Walz- und Streckwerk errichtet, 1841 wurde die Fabrik liquidiert. Der neue Besitzer, Gustav Zinke, errichtete nun eine Baumwollspinnerei. Christian Heinrich Coith, ein Wiener Großhändler, erwarb 1841 das stillgelegte Areal des Kupferhammers und verlegte seine Tuchfabrik aus Fahrafeld nach Pottenstein. 1845 waren hier knapp 400 MitarbeiterInnen beschäftigt, 116 Männer, 225 Frauen, 50 Kinder, die Baumwolle aus den USA, zu Garnen verarbeiteten. 1930 wurde das Pottensteiner Unternehmen sanierungsbedingt in eine Kammgarnweberei und -färberei umgewandelt. Die Tuchfabrik bzw. Kammgarnspinnerei bestand bis 1981.
- Basilika Klein-Mariazell/Altenmarkt: Die Basilika in Klein-Mariazell zählt heute zu den barocken Kostbarkeiten Österreichs. Unter dem Presbyterium wurde eine neue Krypta errichtet und ein kleiner Teil der Ausgrabungen zugänglich gemacht. www.kleinmariazell.at
- VIA SACRA Konzerte: Jährlich finden im Juni in verschiedenen Wallfahrtskirchen entlang der Via Sacra Konzerte statt. Die genaue Übersicht der Veranstaltungen finden Sie unter http://www.viasacra.at/d/default.asp?tt=VIA_R9
- Araburg/Kaumberg: Sie ist auf 80 m Seehöhe die höchstgelegene Burgruine im südlichen Niederösterreich. Sie wurde im Zuge der Türkenbelagerung 1683 stark zerstört. Besonders zu empfehlen sind die Rundblicke vom Aussichtsturm am Bergfried Ausflugsziel. http://www.araburg.at
- Heimatmuseum Kaumberg: Das Heimatmuseum befindet sich im einstigen "Wanderhäusl" (Herberge), das auch einmal als Gefängnis (Gemeindekotter) diente. Themen der Darstellungen zur Geschichte und Entwicklung der Marktgemeinde sind Landwirtschaft und Landmaschinen, Tourismus (um die Jahrhundertwende war Kaumberg ein gern besuchter Luftkurort) wie vor allem auch die Geschichte der Besitzer der Araburg.




